CME-CBOT: Bedingunen

Stand: 20. November 2015

Allgemenien Informationen zu den Futures finden unter Futures-Handel

Vorwort

Sie können über das gleiche EUR-Konto für Derivate, das Sie auch für IDEM, EUREX und SEDEX verwenden, mit auf Dollar lautenden Futures handeln. Die liquiden Mittel müssen also nicht auf die einzelnen Märkte aufgeteilt werden.

Handelszeiten

Die Handelszeiten finden Sie unter News und Handelszeiten


Directa kann alle im Handel befindlichen Order, egal welchen Titel diese betreffen, zu einer vorher festgelegten Uhrzeit widerrufen. Diese Uhrzeit ist auf der Internetseite bekannt zu geben und kann dort auch abgeändert werden.

Verfallstag

Für Derivate, bei denen die Lieferung des Basiswerts am Verfallstag vorgesehen ist (z.B. Euro FX und Mini Euro-FX), gilt: Da Directa die Option Glattstellung und/oder Lieferung nicht selbst verwaltet, werden die Positionen aller Kunden, die bis zum Ende des Vortags nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen haben, am letzten Handelstag am Markt glattgestellt.

N.B.: Futures auf Rohstoffe, die auf dem CBOT gehandelt werden, (Soybeans/Sojabonen, Wheat/Weizen, Corn/Mais, Soybeans oil) und die auf Gold (Gold, Micro Gold), Silber (Silver 1000 und 5000), Platin (Platinum) und Copper (Kupfer) werden einen Tag vor Fälligkeit liquidiert/glattgestellt.

Wechselkurs

"Vorläufig" (mit* gekennzeichnet) wird bei der Berechnung des Tagesgewinns bzw. -verlusts der EZB-Wechselkurs des Vortages in Echtzeit verwendet; der endgültige Wechselkurs ist der EZB-Kurs des Folgetages.

Marge

Die Marge wird in Euro eingefordert und hinterlegt und bleibt normalerweise (z.B. beim EUREX) von der Eröffnung bis zur Schließung der Position unverändert, es sei denn, es kommt zu gelegentlichen Änderungen, die jedoch so früh wie möglich - üblicherweise einige Tage im Voraus - auf www.directatrading.com angekündigt werden.
Nehmen wir einmal an, dass eine feste Marge in Höhe von 3.000 € für einen E-Mini gefordert wird: Diese 3.000 € werden bei Eröffnung der Position mit Valuta Tag+1 einfach "eingefroren/vom Konto abgehoben" und bei Schließung der Position ebenfalls mit Valuta Tag+1 wieder zurückerstattet, ohne dabei einen Gewinn oder Verlust (Gain/Loss) zu generieren.

Gain/Loss

Der Tagesgewinn/-verlust entspricht der Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Glattstellungskurs bzw. - falls die Position am Tagesende noch offen ist - dem abendlichen Referenzpreis des CME einer Position und lautet auf Dollar.
Diese Intraday- oder Tagesend-Gain/Loss werden zunächst mit dem vorläufigen und anschließend mit dem endgültigen Wechselkurs in EUR umgerechnet und sofort den liquiden Mitteln des Kunden zu- oder abgerechnet.
Der Gain/Loss der bis zum Tagesende offen gehaltenen Positionen wird in Euro berechnet und dementsprechend am Folgetag vor Handelsbeginn zum vorläufigen Wechselkurs in Euro umgerechnet.
Wird eine Position mehrere Tage lang offen gehalten, speichert und aktualisiert Directa die Summe aller Gain/Loss in Euro, die vom Kunden tagtäglich erzielt werden. Beim Glattstellen der Position muss somit nur noch der letzte Gain/Loss hinzugefügt werden (der aus der Differenz zwischen dem letzten Referenzkurs und dem Glattstellungskurs der Position entsteht), um den gesamten Gain/Loss zu erhalten. Dieser Gesamtbetrag muss im Fall eines Kapitalgewinns noch versteuert werden.

Unterschiede bei der Berechnung des Gain/Loss von Aktien und Futures
Nur mit der genannten Methode lässt sich der Gain/Loss von auf Dollar lautenden Derivaten korrekt berechnen. Im Gegensatz zu US-Aktien gibt es bei Futures nämlich keinen wirklichen eingezahlten Kaufpreis, auf dessen Grundlage der Gain/Loss ermittelt werden könnte.
Beispiel
Um sich diesen Unterschied zwischen Aktien und Futures vor Augen zu führen, reicht es, zwei Fälle miteinander zu vergleichen: In dem einen Fall werden Aktien für 1.000 $ gekauft und nach einer gewissen Zeit wieder für 1.000 $ verkauft; im anderen Fall wird zur gleichen Zeit ein Kontrakt zu 1.000 $ eröffnet und wieder zu 1.000 $ geschlossen. Hier scheint es sich um gleiche Vorgänge zu handeln, in Wirklichkeit bestehen jedoch immense Unterschiede!
Beim Aktien-Geschäft kann der Anleger, obwohl die USD-Eröffnungs- und Schließungskurse gleich sind, je nach Entwicklung des Wechselkurses entweder einen Gewinn oder einen Verlust erzielen. Hat ihn z.B. der Kauf der Aktien im Umfang von 1.000 $ umgerechnet 800 € gekostet und sind diese 1.000 $ zum Verkaufszeitpunkt 900 € wert, entsteht ihm – auch in steuerlicher Hinsicht – ein Gewinn von 100 €. Beim Future-Geschäft gibt es dagegen keinen wirklichen "Kauf" und auch keinen entrichteten Kaufpreis von umgerechnet 800 €, daher ist die Entwicklung des Wechselkurses praktisch nicht von Belang. Angenommen, der Preis sei von der Eröffnung bis zur Schließung unverändert bei 1.000 $ geblieben, würde noch nicht einmal der kleinste Gain/Loss entstehen.

Vergleichspreis
Da kein richtiger Kauf mit entsprechender Euro-Zahlung und somit auch kein wirklicher "Kaufpreis" vorhanden sind, wird zu Vergleichszwecken ein rechnerischer "durchschnittlicher Kaufpreis" in Dollar benötigt, mit dem auf einen Blick der gesamte Gain/Loss berechnet werden kann, der bei Glattstellung der Position erzielt würde. Zu diesem Zweck stellt Directa den sogenannten Vergleichspreis zur Verfügung. Dieser entspricht dem geschätzten Glattstellungspreis der Position, mit dem der bis dahin erzielte Gain/Loss auf null gesetzt würde.
Wird die Position zu einem besseren Kurs als dem "Vergleichspreis" geschlossen, stellt die Differenz den Gewinn dar; wird sie zu einem schlechteren Kurs geschlossen, entspricht die Differenz dem erlittenen Verlust. Hier gilt das gleiche Prinzip wie beim Kaufpreis von Aktien.
Der Vergleichspreis in Dollar kann je nach Entwicklung des Wechselkurses und deren Auswirkung auf die erzielten Gewinne und Verluste von einem Tag zum anderen leicht variieren.
Bei einer Teilschließung einer Position wird der tagtäglich angesammelte Gain/Loss anteilig für den bzw. die geschlossenen Kontrakt(e) berechnet.