Wie funktioniert Long Overnight?

1. Die Long-Overnight-Marge unterscheidet sich von der reinen Intraday-Marge im unterschiedlichen Umgang mit den Positionen, für die zum Zeitpunkt der Schlussauktion zu wenig Liquidität vorliegt.

- Die Positionen, die die verfügbare Liquidität überschreiten, werden nicht automatisch geschlossen, sondern es kann auch noch in der Nachbörse (AH) mit der Marge gehandelt werden;
- Am Tagesende wird der negative Liquiditätssaldo gegebenenfalls dadurch gedeckt, dass Directa eine Finanzierung in entsprechender Höhe gewährt.

2. Auf die Finanzierung wird ein Zins mit täglicher Fälligkeit erhoben, der einmalig am Ende des jeweiligen Monats abgebucht wird.
Der Sollzinssatz entspricht dem Spitzenrefinanzierungssatz zuzüglich eines variablen Prozentsatzes, der von Directa festgelegt wird (Spitzenrefinanzierungssatz + Directa-Prozentsatz = Sollzinssatz).
Für den aktuellen Zinssatz klicken Sie hier

3. Directa ist befugt, dem Konto des Schuldners als Garantie für die finanzierte Liquidität Aktien mit einem entsprechenden Gegenwert zu entnehmen. Die Entnahme erfolgt in Form einer Wertpapierleihe, die dem Kunden mit einem einheitlichen Zinssatz von jährlich 0,1% vergütet wird.

4. Der Kunde kann seine Long-Positionen jederzeit schließen. Dabei erhält er automatisch die Wertpapiere zurück und die Finanzierung wird auf Tagesendbasis teilweise oder vollständig geschlossen.

5. Directa behält sich auf jeden Fall das Recht vor, die beantragte Finanzierung vollständig oder teilweise abzulehnen, woraufhin die nicht finanzierten Positionen geschlossen werden.

6. Die Möglichkeit, ein Wertpapier mit einer Overnight-Marge zu handeln, kann am Ex-Tag ausgesetzt werden.

Achtung: Anlegern, die ihre Positionen länger als nur einige Tage offen halten möchten, raten wir abzuwägen, ob angesichts der mit dem Einsatz des Overnight-Long- (oder Short-) Hebels verbundenen Kosten der Kauf (bzw. Verkauf) eines Stock Futures auf den IDEM nicht sinnvoller wäre.

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